KATZENKRANKHEITEN

Analdrüsenverstopfung Augenentzündung -Aujeszky'sche Krankheit -
Bindehautentzündung - Durchfall Erbrechen - Fieber FIP FIV 

Gebärmutterentzündung - Gesäugeentzündung - Geschwülste - Hitzschlag - Katzenleukose - Katzenschnupfen - Katzenseuche - Tollwut - Verstopfung - Zahnerkrankungen - Zahnstein - Zahnfleischentzündungen

Flöhe - Läuse - Milben - Ohrmilben - Würmer - Zecken

Viele Sprichwörter handeln von der Zähigkeit und Unverwüstlichkeit der Katze, was auch die Idee aufbrachte, eine Katze müßte mehr als ein Leben haben. Es heißt, Katzen hätten sieben Leben -- oder doch neun? Warum gerade neun? Das gab der Menschheit bis heute viele Rätsel auf. Vermutlich kommt es daher, daß die Zahl 9 im Altertum eine besondere Glückszahl war und sich für die "glückliche" Katze daher besonders eignete.

Doch auch eine Katze ist vor Krankheiten nicht gefeit. Sie erträgt Schmerzen nur gelassener, zeigt uns selten was sie quält und zieht sich lieber in ihrem Leid zurück.

Dennoch können wir die kranke Katze an ihrem Verhalten erkennen. Eine Veränderung des normalen Verhaltens Ihrer Katze deutet bereits auf eine Krankheit hin. Während sie sonst lebhaft ist, spielt und herumtollt, sind Bewegungsunlust, apathisches Herumhocken, Hängenlassen des Kopfes, gesträubtes Fell und Nahrungsverweigerung oft die ersten Erkennungszeichen einer Krankheit.

Nachfolgend möchte ich Ihnen die häufigsten Krankheiten kurz darstellen.

Erschrecken Sie nicht über die große Anzahl an Krankheiten. Die meisten wird Ihre Katze nie bekommen. Sie sollten jedoch für jeden Fall gerüstet sein. Bitte zögern Sie nicht, mit Ihrer Katze einen
Tierarzt aufzusuchen, wenn Sie bei Ihrer Katze eine Krankheit vermuten.

Scheuen Sie die Tierarztkosten nicht - Ihre Katze ist es wert und wird es Ihnen danken.

Krankheiten Erste Anzeichen Bemerkung
Analdrüsenverstopfung Herumrutschen der Katze auf ihrem Hinterteil, häufiges Lecken der Analregion, übler Geruch Durch Entzündung verstopfte Analdrüsen können nicht mehr regelmäßig mit dem Stuhl entleert werden. Die Katze leidet unter Schmerzen oder Druck. Es kann ohne Behandlung durch den Tierarzt zum Abszeß führen.
Augenentzündungen Wässriger und eitriger Ausfluß Häufig bei sehr kleinen Katzen, aber auch bei erwachsenen Tieren hervorgerufen durch Fremdkörper, Zugluft, Staub und Rauch. Die Krankheit kann ohne Behandlung bis zur Erblindung führen.
Aujeszky'sche Krankheit Starker Juckreiz Pseudotollwut (Aujesky'sche Krankheit) ist eine Erkrankung, die durch das Fressen von rohem Schweinefleisch, seltener rohem Rindfleisch, ausgelöst wird. Erreger ist ein im Fleisch kranker Schweine bzw. Kühe enthaltene Herpesviren, das bei Katzen schrecklichen Juckreiz bis zur Selbstverstümmelung verursacht. Die Krankheit verläuft stets tödlich. ACHTUNG: Rohes Schweinefleisch findet sich auch in vielen Salamiewürsten und rohem Schinken!!!
Bindehautenzündung Rote, geschwollene Bindehäute, vermehrter Tränenfluß, in schweren Fällen eitrige Absonderungen. Bindehautentzündung entsteht meist durch Zugluft, aber auch durch Fremdkörper oder Haare der Katze im Auge. Sie kann aber auch Vorzeichen und Begleiterscheinung einer anderen Krankheiten sein.
Durchfall Flüssige oder halbflüssige Entleerung des Darms.. Verschiedene Ursachen sind möglich: Futterunverträglichkeit, verdorbenes Futter, Streß und Aufregung, Vergiftung, Darmentzündung. Was die Ernährung betrifft, vertragen manche Katzen Milch, rohe Leber, Milz, Hirn und Ei nicht und führen zu Durchfall. Ist der Durchfall hartnäckig, mit Schleim, Schaum oder Blut vermischt, sollten Sie sofort Ihren Tierarzt benachrichtigen.
Erbrechen Erbrechen von Futter, Haarballen, Gras, Schleim oder Schaum Erbrechen kann die Folge von unbekömmlichen oder zu kalten Speisen sein. Ihre Katze erleichtert sich auch auf diese Weise, wenn sie zuviel Futter aufgenommen hat und fühlt sich anschließend wieder wohl. Auch das Erbrechen von Haarballen ist ein normaler Vorgang. Nach dem Erbrechen fühlt sich die Katze bald wieder wohl. Die Aufnahme von Katzengras hilft der Katze, die Haarballen zu erbrechen. Erbricht die Katze jedoch wiederholt heftig Schleim oder Schaum sollten Sie Ihren Tierarzt aufsuchen, da Verschlucken von Fremdkörpern, Vergiftung oder andere schwere Erkrankung möglich sind.
Feline infektiöse Peritonitis (FIP) Fieber, Schwäche, Appetitlosigkeit, vermehrter Bauchumfang Ansteckende Bauchfellentzündung - eine relativ häufige, tödlich verlaufende Virusinfektion. Erreger ist ein Coronavirus. Typische Verlaufsform: Fieber, Schwäche, Tiere fressen nicht, deutliche Vermehrung des Bauchumfangs, verursacht durch Ansammlung von entzündlicher Flüssigkeit.Aber auch: "trockene" Form ohne Auftreiben des Leibes möglich. Alle inneren Organe werden von den Viren angegriffen. Es können Organsymptome wie z.B. Leberleiden mit Gelbsucht oder Nierenerkrankungen auftreten.Das Virus wird von Katze zu Katze weiterübertragen (Katzentoilette, Bürsten, u.ä.). Auslösender Faktor Streß.Impfung nur nach negativem Bluttest
Fieber Mattigkeit, Trübe Augen, Schnellerer Atem, kauerndes Herumsitzen. Fieber besteht bei über 39°C. Die Normaltemperatur der Katze liegt bei 38,5°C, bei Untertemperatur (38°C) besteht ebenso Verdacht auf eine Erkrankung, wie bei Fieber.
Gebärmutterentzündung Ausfluß aus Scheide, Fieber, Appetitlosigkeit, Abmagerung, Schwäche Eine Gebärmutterentzündung macht sich durch Ausfluß aus der Scheide bemerkbar.
Gesäugeentzündung Rötungen und Schwellungen an den Zitzen, starke Schmerzen, verweigert den Jungen die Nahrung. Die Gesäugeentzündung entsteht bei säugenden Katzen durch das Eindringen von Bakterien. Diese Bakterien können durch die Jungen beim Säugen, durch unsauberes Lager und durch Berührung der Kleinen und der Zitzen des Gesäuges durch den Menschen einringen. Durch die starken Schmerzen verweigert das Muttertier den Jungen of die Nahrung. Durch Milchstau können weitere Komplikationen auftreten. Auch bei Scheinschwangerschaften kann es zu einer Entzündung des Gesäuges kommen. Eine Behandlung durch den Tierarzt ist erforderlich.
Geschwülste Entzündete, eitrige oder wässrige Beulen oder Abszesse Es kann sich um harmlose Beulen, Abszesse oder Geschwüre handeln, die durch Stacheln, Splitter oder auch Beißereien entstanden sind, sich entzünden, eitern oder wässern. Auch echte Geschwülste können gutartig sein, so Warzen und Fettgeschwülste. Es ist aber in jedem Fall Vorsicht geboten und der Tierarzt aufzusuchen, denn Geschwülste können auch bei Katzen bösartig sein.
Hitzschlag Gleichgewichtsstörungen, Bewusstlosigkeit, heftiges Atmen hohes Fieber Ein zu langes Sonnenbad an einem Sommertag kann eine Überhitzung auslösen. Es kann zu Gleichgewichtsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit führen. Sollte dies der Fall sein, wickeln Sie Ihre Katze vorsichtig in feuchte Tücher und informieren Sie Ihren Tierarzt.
FIV-Infektion Zahnfleischentzündungen, Schnupfensymptome, schlecht heilende Wunden der Haut, vergrößerte Lymphknoten, Fieber, Durchfall Die Ansteckung erfolgt über den Kontakt mit infizierten Katzen, wobei diese keineswegs sichtbar erkrankt sein müssen. Das FIV wird hauptsächlich durch Bissverletzungen übertragen z.B. anlässlich von Revierverteidigungskämpfen oder während des Paarungsaktes durch den Nackenbiß des Katers. Die FIV-Infektion führt, ähnlich wie die Katzenleukose-Infektion, zu einer Schwächung des Abwehrsystems, in deren Folge es zu den verschiedensten Krankheitszeichen kommen kann. Die Infektion endet immer tödlich. Besonders häufig ist FIV allerdings nur bei älteren, nicht kastrierten Katern mit freiem Auslauf. Es steht derzeit kein Impfstoff zur Verfügung.
Katzenleukose Appetitlosigkeit, Mattigkeit, Fieber Vielmals als Katzen-Aids bezeichnet. Die Symptome der Erkrankung sind sehr vielfältig und wenig charakteristisch. Meist beginnt es mit Appetitlosigkeit, Mattigkeit, Fieber etc. Die Katzenleukose ist die häufigste infektiöse Todesursache bei Katzen. Das Leukose-Virus wird nicht nur durch Kontakt zu kranken Tieren, sondern auch über den Fressnapf, die Katzentoilette etc. übertragen. Infizierte Muttertiere können die Leukose im Mutterleib und über die Milch auf ihre Welpen übertragen. Auch gesund erscheinende Katzen, die das Virus ständig mit dem Speichel ausscheiden, spielen bei der Verbreitung der Katzenleukose eine große Rolle. Man unterscheidet: Erkrankung durch Schwächung des Abwehrsystems und Tumor-Erkrankungen. Als Folge der Abwehrschwäche wird die Katze für sonst harmlose Erreger sehr anfällig. Die daraus folgenden Entzündungen können alle möglichen Organe angreifen und lassen sich nicht oder nur kurzfristig behandeln. Des weiteren können bei einer leukosekranken Katze die übrigen Schutzimpfungen fehlschlagen, da das Immunsystem nicht mehr in er Lage ist, Schutzstoffe zu bilden.
Katzenschnupfen Niesen, klarer Nasen- und Augenausfluß, der später schleimig und eitrig wird, Fieber, Niedergeschlagenheit, Appetitlosigkeit, verklebte Nasenlöcher, Atmung durch Mund, Husten. Erreger sind hauptsächlich Herpesviren und Caliciviren, aber auch viele Bakterienarten, die bei einem durch Viren geschwächten Organismus freie Bahn finden. Häufige Virus-Erkrankung junger, ungeimpfter Katzen oder Katzenwelpen, die von ungeimpfter Mutter stammen. Komplikationen, wie tiefgehende Augenentzündungen mit Erblinden des betroffenen Auges sind bei Jungtieren nicht selten. Bei Überleben der Krankheit sind die Katzen oft Dauerausscheider und chronisch krank.Schutzimpfung dringend empfohlen.
Katzenseuche (Panleukopenie) Erbrechen, starker Durchfall, meist vollständige Verweigerung der Nahrungsaufnahme Erreger ist ein Parvovirus.Die Erkrankung tritt bei Katzen aller Altersstufen auf, hat allerdings einen besonders rasanten Verlauf bei Jungtieren. Durch den enormen Flüssigkeitsverlust sind die Tiere stark geschwächt. Durch den Befall des blutbildende Knochenmarks durch die Viren entsteht ein Verlust an lebenswichtigen Blutkörperchen, der zum Tod führt. Schutzimpfung dringend empfohlen
Tollwut Überstarke Aggressivität, Vorfallen des 3. Augenlides, Lähmungen der Schluckmuskulatur mit starkem Speicheln, Lähmungserscheinungen der Hinterbeine. Die Ansteckung erfolgt meist über einen Biß, aber auch der Kontakt von virushaltigem Speichel mit keinen Verletzungen kann die Erkrankung auslösen. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit vergehen zumeist 3-6 Wochen, manchmal auch mehrere Monate. In der Inkubationszeit ist der Katze kein verändertes Verhalten anzumerken. Eine Behandlung der Tiere ist verboten, sie müssen stets getötet werden. Schutz: Jährliche Tollwutimpfung, die stets auch für Reisen ins Ausland Pflicht ist.
Verstopfung Kein Stuhlgang, Fieber Haarballen oder gekochte Leber können Ursachen für Verstopfung sein. Sollte die Verstopfung längere Zeit andauern, konsultieren Sie bitte Ihren Tierarzt und geben Sie Ihrer Katze bitte auf keinen Fall ein Abführmittel aus der Humanmedizin.
Zahnerkrankungen/Zahnstein/ Zahnfleischentzündungen seitliches" Kauen, häufiges Sabbern, lustloses Herumsitzen. Zahnerkrankungen kommen vor allem bei älteren Katzen vor, können aber auch oft durch falsche Ernährung und dem damit verbundenen Vitaminmangel sowie schädliche "Leckerbissen" gefördert oder verursacht werden. Ihr Tierarzt wird bei den regelmäßigen Routineuntersuchungen auch das Gebiß Ihrer Katze untersuchen und dabei auch den Zahnstein entfernen, um Zahnfleischentzündungen zu vermeiden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Dazu kommen noch eine ganze Reihe von Parasiten, die unserer Katze ganz schön zu schaffen machen können.

Parasit Erste Anzeichen Bemerkung
Flöhe Vermehrtes Kratzen, schwarze "Sand"-Krümelchen (=Flohkot) Ein mit Blut vollgesogener Floh befindet sich nicht nur im Fell der Katze, sondern lässt sich zu Boden fallen und legt seine Eier und Larven auch in der übrigen Umgebung der Katze ab. Es genügt also nicht, Flöhe nur auf der Katze selbst zu vernichten. Hier einige Tipps zur Flohbekämpfung:Kämmen Sie Ihre Katze mehrmals täglich mit einem Flohkamm. Waschen Sie alle Deckchen und Kissen, saugen Sie täglich. Auch Dampfreiniger haben bei der Flohvernichtung schon gute Dienste erwiesen.
Läuse Starker Juckreiz, häufiges Kratzen Läuse stechen und saugen Blut, treten jedoch bei Katzen selten auf. Bei schlechter Pflege kann es jedoch sehr schnell zu einem starken Befall kommen. Ein starker Befall kann der Katze sehr schaden. Es kann zu Blutarmut und Übertragung anderer Krankheiten kommen. Sehr geplagt wird die Katze durch den starken Juckreiz.
Milben Juckreiz, häufiges Kratzen Milben sind winzige Spinnentiere, die als Ungeziefer und Parasiten auf der Katze leben können. Sie ernähren sich von Hautsubstanz und Haarwurzeln.
Ohrmilben Vermehrtes Kopfschütteln, Kratzen und auffälliger schwarzbrauner "Schmutz" im Ohrbereich Häufig anzutreffende Schmarotzer im Gehörgang der Katze.Die Übertragung von Ohrmilben erfolgt von Tier zu Tier. Bei nicht ordnungsgemäßer Behandlung können die 0,5 mm großen Milben in den Gehörgang eindringen, starke Ohrenentzündungen hervorrufen und schlimmstenfalls Taubheit und Geschwüre verursachen.
Würmer Abmagerung, struppiges Fell, aufgetriebener Bauch, Erbrechen, Durchfall Es gibt verschiedene Wurmarten, die in unserer Katze schmarotzen könnten. Die häufigsten Wurmarten:A Rundwürmer - Spulwurm Infizierung als Katzenwelpe über die Milch der verwurmten Mutter, das Fressen von Mäusen (Zwischenwirt in der Entwicklung des Wurms) oder durch die Aufnahme von Eiern, die im Kot ausgeschieden werden - Hakenwurm:Infektion erfolgt durch das Einbohren der Wurmlarven durch die Haut.b) Bandwürmer wie - FlohinnenbandwurmAnsteckung erfolgt durch das Zerbeißen von Flöhen - Katzenbandwurm Aufnahme durch den Verzehr von Mäusen u.a. Beutetieren - Fuchsbandwurm (selten)Aufnahme durch Fressen von mit Fuchsbandwurm infizierten Feldmäusen
Zecken Juckreiz, Schwellungen, Hautausschlag, eitrige Entzündungen. Zecken mit einem Tropfen Speiseöl betröpfeln. Packen Sie die Zecke möglichst nahe der Haut der Katze und drehen Sie so lange in eine Richtung, bis sie sich löst. Die Zecken dürfen nicht einfach herausgezogen werden, denn meistens bleiben die Mundwerkzeuge stecken.Schutz: aktuelles Zecken- bzw. Flohhalsband