| Krankheiten |
Erste Anzeichen |
Bemerkung |
| Analdrüsenverstopfung |
Herumrutschen der Katze auf ihrem Hinterteil, häufiges Lecken der Analregion, übler Geruch |
Durch Entzündung verstopfte Analdrüsen können nicht mehr regelmäßig mit dem Stuhl entleert werden. Die Katze leidet unter Schmerzen oder Druck. Es kann ohne Behandlung durch den Tierarzt zum Abszeß führen. |
| Augenentzündungen |
Wässriger und eitriger Ausfluß |
Häufig bei sehr kleinen Katzen, aber auch bei erwachsenen Tieren hervorgerufen durch Fremdkörper, Zugluft, Staub und Rauch. Die Krankheit kann ohne Behandlung bis zur Erblindung führen. |
| Aujeszky'sche Krankheit |
Starker Juckreiz |
Pseudotollwut (Aujesky'sche Krankheit) ist eine Erkrankung, die durch das Fressen von rohem Schweinefleisch, seltener rohem Rindfleisch, ausgelöst wird. Erreger ist ein im Fleisch kranker Schweine bzw. Kühe enthaltene Herpesviren, das bei Katzen schrecklichen Juckreiz bis zur Selbstverstümmelung verursacht. Die Krankheit verläuft stets tödlich. ACHTUNG: Rohes Schweinefleisch findet sich auch in vielen Salamiewürsten und rohem Schinken!!! |
| Bindehautenzündung |
Rote, geschwollene Bindehäute, vermehrter Tränenfluß, in schweren Fällen eitrige Absonderungen. |
Bindehautentzündung entsteht meist durch Zugluft, aber auch durch Fremdkörper oder Haare der Katze im Auge. Sie kann aber auch Vorzeichen und Begleiterscheinung einer anderen Krankheiten sein. |
| Durchfall |
Flüssige oder halbflüssige Entleerung des Darms.. |
Verschiedene Ursachen sind möglich: Futterunverträglichkeit, verdorbenes Futter, Streß und Aufregung, Vergiftung, Darmentzündung. Was die Ernährung betrifft, vertragen manche Katzen Milch, rohe Leber, Milz, Hirn und Ei nicht und führen zu Durchfall. Ist der Durchfall hartnäckig, mit Schleim, Schaum oder Blut vermischt, sollten Sie sofort Ihren Tierarzt benachrichtigen. |
| Erbrechen |
Erbrechen von Futter, Haarballen, Gras, Schleim oder Schaum |
Erbrechen kann die Folge von unbekömmlichen oder zu kalten Speisen sein. Ihre Katze erleichtert sich auch auf diese Weise, wenn sie zuviel Futter aufgenommen hat und fühlt sich anschließend wieder wohl. Auch das Erbrechen von Haarballen ist ein normaler Vorgang. Nach dem Erbrechen fühlt sich die Katze bald wieder wohl. Die Aufnahme von Katzengras hilft der Katze, die Haarballen zu erbrechen. Erbricht die Katze jedoch wiederholt heftig Schleim oder Schaum sollten Sie Ihren Tierarzt aufsuchen, da Verschlucken von Fremdkörpern, Vergiftung oder andere schwere Erkrankung möglich sind. |
| Feline infektiöse Peritonitis (FIP) |
Fieber, Schwäche, Appetitlosigkeit, vermehrter Bauchumfang |
Ansteckende Bauchfellentzündung - eine relativ häufige, tödlich verlaufende Virusinfektion. Erreger ist ein Coronavirus. Typische Verlaufsform: Fieber, Schwäche, Tiere fressen nicht, deutliche Vermehrung des Bauchumfangs, verursacht durch Ansammlung von entzündlicher Flüssigkeit.Aber auch: "trockene" Form ohne Auftreiben des Leibes möglich. Alle inneren Organe werden von den Viren angegriffen. Es können Organsymptome wie z.B. Leberleiden mit Gelbsucht oder Nierenerkrankungen auftreten.Das Virus wird von Katze zu Katze weiterübertragen (Katzentoilette, Bürsten, u.ä.). Auslösender Faktor Streß.Impfung nur nach negativem Bluttest |
| Fieber |
Mattigkeit, Trübe Augen, Schnellerer Atem, kauerndes Herumsitzen. |
Fieber besteht bei über 39°C. Die Normaltemperatur der Katze liegt bei 38,5°C, bei Untertemperatur (38°C) besteht ebenso Verdacht auf eine Erkrankung, wie bei Fieber. |
| Gebärmutterentzündung |
Ausfluß aus Scheide, Fieber, Appetitlosigkeit, Abmagerung, Schwäche |
Eine Gebärmutterentzündung macht sich durch Ausfluß aus der Scheide bemerkbar. |
| Gesäugeentzündung |
Rötungen und Schwellungen an den Zitzen, starke Schmerzen, verweigert den Jungen die Nahrung. |
Die Gesäugeentzündung entsteht bei säugenden Katzen durch das Eindringen von Bakterien. Diese Bakterien können durch die Jungen beim Säugen, durch unsauberes Lager und durch Berührung der Kleinen und der Zitzen des Gesäuges durch den Menschen einringen. Durch die starken Schmerzen verweigert das Muttertier den Jungen of die Nahrung. Durch Milchstau können weitere Komplikationen auftreten. Auch bei Scheinschwangerschaften kann es zu einer Entzündung des Gesäuges kommen. Eine Behandlung durch den Tierarzt ist erforderlich. |
| Geschwülste |
Entzündete, eitrige oder wässrige Beulen oder Abszesse |
Es kann sich um harmlose Beulen, Abszesse oder Geschwüre handeln, die durch Stacheln, Splitter oder auch Beißereien entstanden sind, sich entzünden, eitern oder wässern. Auch echte Geschwülste können gutartig sein, so Warzen und Fettgeschwülste. Es ist aber in jedem Fall Vorsicht geboten und der Tierarzt aufzusuchen, denn Geschwülste können auch bei Katzen bösartig sein. |
| Hitzschlag |
Gleichgewichtsstörungen, Bewusstlosigkeit, heftiges Atmen hohes Fieber |
Ein zu langes Sonnenbad an einem Sommertag kann eine Überhitzung auslösen. Es kann zu Gleichgewichtsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit führen. Sollte dies der Fall sein, wickeln Sie Ihre Katze vorsichtig in feuchte Tücher und informieren Sie Ihren Tierarzt. |
| FIV-Infektion |
Zahnfleischentzündungen, Schnupfensymptome, schlecht heilende Wunden der Haut, vergrößerte Lymphknoten, Fieber, Durchfall |
Die Ansteckung erfolgt über den Kontakt mit infizierten Katzen, wobei diese keineswegs sichtbar erkrankt sein müssen. Das FIV wird hauptsächlich durch Bissverletzungen übertragen z.B. anlässlich von Revierverteidigungskämpfen oder während des Paarungsaktes durch den Nackenbiß des Katers. Die FIV-Infektion führt, ähnlich wie die Katzenleukose-Infektion, zu einer Schwächung des Abwehrsystems, in deren Folge es zu den verschiedensten Krankheitszeichen kommen kann. Die Infektion endet immer tödlich. Besonders häufig ist FIV allerdings nur bei älteren, nicht kastrierten Katern mit freiem Auslauf. Es steht derzeit kein Impfstoff zur Verfügung. |
| Katzenleukose |
Appetitlosigkeit, Mattigkeit, Fieber |
Vielmals als Katzen-Aids bezeichnet. Die Symptome der Erkrankung sind sehr vielfältig und wenig charakteristisch. Meist beginnt es mit Appetitlosigkeit, Mattigkeit, Fieber etc. Die Katzenleukose ist die häufigste infektiöse Todesursache bei Katzen. Das Leukose-Virus wird nicht nur durch Kontakt zu kranken Tieren, sondern auch über den Fressnapf, die Katzentoilette etc. übertragen. Infizierte Muttertiere können die Leukose im Mutterleib und über die Milch auf ihre Welpen übertragen. Auch gesund erscheinende Katzen, die das Virus ständig mit dem Speichel ausscheiden, spielen bei der Verbreitung der Katzenleukose eine große Rolle. Man unterscheidet: Erkrankung durch Schwächung des Abwehrsystems und Tumor-Erkrankungen. Als Folge der Abwehrschwäche wird die Katze für sonst harmlose Erreger sehr anfällig. Die daraus folgenden Entzündungen können alle möglichen Organe angreifen und lassen sich nicht oder nur kurzfristig behandeln. Des weiteren können bei einer leukosekranken Katze die übrigen Schutzimpfungen fehlschlagen, da das Immunsystem nicht mehr in er Lage ist, Schutzstoffe zu bilden. |
| Katzenschnupfen |
Niesen, klarer Nasen- und Augenausfluß, der später schleimig und eitrig wird, Fieber, Niedergeschlagenheit, Appetitlosigkeit, verklebte Nasenlöcher, Atmung durch Mund, Husten. |
Erreger sind hauptsächlich Herpesviren und Caliciviren, aber auch viele Bakterienarten, die bei einem durch Viren geschwächten Organismus freie Bahn finden. Häufige Virus-Erkrankung junger, ungeimpfter Katzen oder Katzenwelpen, die von ungeimpfter Mutter stammen. Komplikationen, wie tiefgehende Augenentzündungen mit Erblinden des betroffenen Auges sind bei Jungtieren nicht selten. Bei Überleben der Krankheit sind die Katzen oft Dauerausscheider und chronisch krank.Schutzimpfung dringend empfohlen. |
| Katzenseuche (Panleukopenie) |
Erbrechen, starker Durchfall, meist vollständige Verweigerung der Nahrungsaufnahme |
Erreger ist ein Parvovirus.Die Erkrankung tritt bei Katzen aller Altersstufen auf, hat allerdings einen besonders rasanten Verlauf bei Jungtieren. Durch den enormen Flüssigkeitsverlust sind die Tiere stark geschwächt. Durch den Befall des blutbildende Knochenmarks durch die Viren entsteht ein Verlust an lebenswichtigen Blutkörperchen, der zum Tod führt. Schutzimpfung dringend empfohlen |
| Tollwut |
Überstarke Aggressivität, Vorfallen des 3. Augenlides, Lähmungen der Schluckmuskulatur mit starkem Speicheln, Lähmungserscheinungen der Hinterbeine. |
Die Ansteckung erfolgt meist über einen Biß, aber auch der Kontakt von virushaltigem Speichel mit keinen Verletzungen kann die Erkrankung auslösen. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit vergehen zumeist 3-6 Wochen, manchmal auch mehrere Monate. In der Inkubationszeit ist der Katze kein verändertes Verhalten anzumerken. Eine Behandlung der Tiere ist verboten, sie müssen stets getötet werden. Schutz: Jährliche Tollwutimpfung, die stets auch für Reisen ins Ausland Pflicht ist. |
| Verstopfung |
Kein Stuhlgang, Fieber |
Haarballen oder gekochte Leber können Ursachen für Verstopfung sein. Sollte die Verstopfung längere Zeit andauern, konsultieren Sie bitte Ihren Tierarzt und geben Sie Ihrer Katze bitte auf keinen Fall ein Abführmittel aus der Humanmedizin. |
| Zahnerkrankungen/Zahnstein/ Zahnfleischentzündungen |
seitliches" Kauen, häufiges Sabbern, lustloses Herumsitzen. |
Zahnerkrankungen kommen vor allem bei älteren Katzen vor, können aber auch oft durch falsche Ernährung und dem damit verbundenen Vitaminmangel sowie schädliche "Leckerbissen" gefördert oder verursacht werden. Ihr Tierarzt wird bei den regelmäßigen Routineuntersuchungen auch das Gebiß Ihrer Katze untersuchen und dabei auch den Zahnstein entfernen, um Zahnfleischentzündungen zu vermeiden. |